Reifenkennzeichnungen auf der LKW-Reifenflanke liefern unterschiedliche Informationen. Dimension und Betriebskennung beschreiben andere Eigenschaften als Herstellungsdatum oder Bearbeitungshinweise. Für eine Anfrage sollten diese Angaben getrennt erfasst werden.
Reifenkennzeichnungen: Größe und Betriebskennung notieren
Eine Dimension wie 315/70 R22.5 benennt Breite, Querschnittsverhältnis, Bauart und Felgendurchmesser. Eine Ergänzung wie 154/150 L gehört zur Last- und Geschwindigkeitskennung. Schreiben Sie beide Teile ab; sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Produktname und besondere Hinweise
Hersteller und Modellbezeichnung helfen, das konkrete Produkt zu bestimmen. Markenspezifische Buchstaben im Modellnamen sind nicht automatisch allgemeingültige Normkennzeichnungen. Prüfen Sie ihre Bedeutung in den Unterlagen des jeweiligen Herstellers.
REGROOVABLE kennzeichnet einen für das Nachschneiden vorgesehenen Reifen. Die Aufschrift ist keine Anleitung und keine Bestätigung, dass ein bereits verschlissener oder beschädigter Reifen noch nachgeschnitten werden kann. FRT betrifft dagegen die vorgesehene Verwendung an frei rollenden Achsen.
Datumsangaben richtig zuordnen
Die vierstellige Herstellungskennzeichnung gibt Woche und Jahr an. Sie besagt nicht, wie viele Kilometer der Reifen bereits gefahren wurde. Bei runderneuerten Produkten sollten ursprüngliche Angaben und Kennzeichnungen der Runderneuerung nicht miteinander verwechselt werden.
Für Fotos ist eine geordnete Reihe sinnvoll: einmal die ganze Reifenflanke, anschließend Nahaufnahmen der relevanten Felder. Nennen Sie unlesbare Stellen ausdrücklich, statt den Inhalt aus ähnlichen Reifen zu übernehmen.
Reifenkennzeichnungen in einer Anfrage zusammenführen
Eine geordnete Abschrift ist oft hilfreicher als eine lange Nachricht mit einzelnen Zahlen. Beginnen Sie mit Hersteller und Modell, ergänzen Sie danach die Dimension sowie die vollständige Betriebskennung. Weitere Felder können Datumsangaben und besondere Aufschriften aufnehmen. So bleibt sichtbar, welche Information Sie tatsächlich vom angebotenen Reifen abgelesen haben.
Reifenkennzeichnungen sollten nicht aus verschiedenen Exemplaren zusammengesetzt werden. Wenn ein Angebot mehrere Reifen zeigt, braucht jeder eine eigene Zuordnung. Ein gut lesbares Modell auf Bild eins und ein Datum auf Bild zwei gehören nur dann zusammen, wenn beide Aufnahmen denselben Reifen zeigen. Fragen Sie bei einer unklaren Bildserie nach.
Eine einfache Vorlage für die Reifenanfrage
Sie können Ihre Nachricht beispielsweise so gliedern: „Benötigt werden zwei Reifen für die Antriebsachse des angegebenen Fahrzeugs. Die dokumentierte Dimension lautet …, die Betriebskennung … . Hersteller und Modell des bisherigen Reifens sind … . Gewünscht sind Reifen ohne Felgen; der mögliche Abholtermin ist … .“ Ergänzen Sie nur bekannte Daten und lassen Sie unbekannte Felder offen.
Fügen Sie bei besonderen Reifenkennzeichnungen den genauen Wortlaut hinzu. Eine Aufschrift wie REGROOVABLE beschreibt eine bestimmte Produkteigenschaft. Sie bestätigt nicht, dass eine konkrete Bearbeitung an einem verschlissenen Exemplar zulässig ist. Ebenso beantwortet FRT eine andere Frage als eine Größenangabe. Diese Informationen sollten daher nicht als gleichwertige Ersatzangaben behandelt werden.
Bei runderneuerten Produkten muss außerdem erkennbar sein, welche Angaben zur ursprünglichen Karkasse und welche zum fertigen Produkt gehören. Lassen Sie unklare Zuordnungen erläutern. Schreiben Sie einen schwer lesbaren Code nicht aus einem früheren Angebot ab, selbst wenn Marke und Größe übereinstimmen. Die Reifenkennzeichnungen müssen den tatsächlich angebotenen Bestand beschreiben.
Für wiederkehrende Bestellungen empfiehlt sich eine Fahrzeugakte mit geprüften Daten und dem jeweiligen Produktbezug. Trennen Sie darin Fahrzeuganforderungen von Bestandsinformationen. Reifenkennzeichnungen erleichtern den Abgleich; sie ersetzen ihn nicht. Ändert sich das angebotene Modell, sollte die Verwendung anhand der technischen Unterlagen erneut nachvollzogen werden.
Eine solche Erfassung erleichtert außerdem Rückfragen per Telefon. Statt einzelne Codes mehrfach zu diktieren, können Sie auf die schriftlich zugeordnete Position verweisen. Bestätigen Sie nach dem Gespräch, welche Ausführung gemeint ist. So bleibt die Information auch dann nachvollziehbar, wenn mehrere Größen oder Zustandsvarianten gleichzeitig besprochen werden. Unlesbare Felder bleiben bis zur Klärung ausdrücklich offen.
Reifenkennzeichnungen: Sechs Angaben geordnet erfassen
- Dimension: Breite, Querschnitt, Bauart und Felgendurchmesser.
- Betriebskennung: Lastindizes und Geschwindigkeitssymbol vollständig.
- Hersteller und konkreter Modellname mit allen erkennbaren Zusätzen.
- DOT beziehungsweise zugehörige vierstellige Datumskennzeichnung.
- FRT, wenn vorhanden, mit Bezug zur vorgesehenen Achsposition.
- REGROOVABLE, wenn vorhanden, getrennt von einer konkreten Bearbeitungsfreigabe.
Ihre Reifenanfrage an MH Handel
Nennen Sie uns Größe, Stückzahl und Ihr Anliegen. Sie erreichen MH Handel per E-Mail oder unter 0172 1898390.
Reifenanfrage vorbereitenQuellen und Stand
- Continental: Kennzeichnungen auf der Reifenflanke
- Michelin: Markierungen von Nutzfahrzeugreifen
- Michelin: Achspositionen und FRT-Kennzeichnung
Produktbezogene Herstellerangaben und die Prüfung des konkreten Reifens bleiben maßgeblich.